Jazz Brunch mit den «Mississippi-Stompers» – ein Sonntag mit Swing, Speck und Schlauch-Trompete im Hotel Zofingen
18. Januar 2026
Glücklich, wer noch ein Ticket ergattern konnte: Gleich zum Jahresbeginn lud der jazzclub zofingen zum traditionellen Jazz Brunch – und das Publikum kam in Scharen. Der Saal des Hotels Zofingen war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die «Mississippi-Stompers» den Sonntag mit Blues und Swing wachküssten. Für alle, die nicht dabei sein konnten, habe ich den Vormittag kurz – und wörtlich – zusammengefasst. . :-)
Bourbo Street Parade
Ein Buffet, das keine Wünsche offenliess
Bevor die ersten Töne erklangen, durfte man sich am üppigen Buffet bedienen. Das Team des Hotels Zofingen zeigte sich von seiner besten Seite: Müsli, frischer Fruchtsalat, Joghurt, Gipfeli, diverse Brote, Rührei, Speck, Würstchen, Fleisch, Käse – und dazu Kaffee, Säfte, Mineral. Wer wollte, gönnte sich sogar ein Gläschen für die Gefässchen. Kurz: Wer hier hungrig blieb, war selber schuld.
Set 1 – Von Bourbon Street bis Sauerstoffzelt
Los ging’s standesgemäss mit der «Bourbon Street Parade». Weiter folgte «My Bucket’s Got a Hole in It» – perfekt zum Januar-Loch. Der Sänger kommentierte trocken: «Loch im Kessel? Oder in der Tasche? Bei mir ist das Loch im Portemonnaie!»
Auch «Am I Blue» und «Just a Little While» wurden mit humorvollen Einlagen veredelt. Zwischendurch mussten die Trompeter angeblich ins Sauerstoffzelt – natürlich nur Spass. Das Stück verlangte ihnen nichts ab, dafür glänzten Schlagzeug, Banjo und Tuba umso mehr. Besonders die kleinen musikalischen Überraschungen – bekannte Melodien, frech ans Ende eines Stücks geschmuggelt – sorgten für herzhaftes Gelächter im Saal.
Set 2 – Doctor Jazz heilt alles
Nach einer kurzen Pause ging es weiter. «Doctor Jazz» wirkte wie ein musikalisches Wundermittel, und «Big Butter and Egg Man» passte perfekt zum Brunch. Bei «What a Wonderful World» sang der Sänger eine liebevolle Ode an Zofingen – das Publikum war sofort dabei. Spätestens mit «Buona Sera Signorina» hatten die Stompers alle Herzen gewonnen.
Und dann das Highlight: Der Posaunist spielte zum Finale auf einer Gartenschlauch-Trompete. Kein Scherz – und es klang erstaunlich gut. Mit «O When the Saints Go Marching In» verabschiedete sich die Band nach einer Zugabe unter grossem Applaus.
Buona Sera Signorina
Fazit
Swingende Melodien zwischen Brötchen, Müsli und Kaffee. Blues zwischen Scrambled Eggs, Speck und Rösti. Es fehlte wirklich an nichts – na ja, fast nichts. Ein Raddampfer hätte das Ganze noch perfekt gemacht. :-)
O When The Saints Go Marchin In