Rückblick Jazz-Happening 2017
Gasthof Linde Mühlethal



19. Mai 2017 / 20. Jazz-Happening des Jazzclub Zofingen (jcz) in der "Linde" Mühlethal



Jazz-Standards und beste Unterhaltung

Klaus Plaar

Bereits zum 20. Mal führte der Jazzclub Zofingen im Mühlethaler Gasthof Linde ein Jazz-Happening durch. Es spielten und sangen die „Sugar and the Josephines“, ein Quintett um die Sängerin Marion Weik (Vocals, Performance, Management, Steven Parry (Piano, Vocals, Arragements), Benno Ernst (Guitat, Vocals), Beni Schlapbach (Trumpet, Flügelhorn) und Thomas Blättler (Double Bass, Webmaster). Die Band besingt und beswingt mit viel Charme und kabarettistischem Flair die Zeiten der 30er Jahre bis hin zur Gegenwart. Das Quintett vermag mit seiner Spielfreude und der professionellen Bühnenpräsenz jedes Publikum von Jung bis Alt zu begeistern. Sein Repertoire umfasst Chansons, Jazz- und Swing-Klassiker, Evergreens sowie Eigenkompositionen. Einige Rosinen seien hier herausgepickt.

Immer wieder tolle Soli

Vereinspräsident Urs Kaufmann begrüsste das zahlreiche Publikum und die Musiker, die als ersten Song „Isn’t she lovely“ von Stevie Wonder aus dem Jahre 1976 intonierten. Mit „A Foggy Day“ erklang ein Jazzstandard (Filmsong) von George Gershwin (Melodie) und Ira Gershwin (Text) aus dem Jahre 1937. Das Lied ist durchwegs in (F-) Dur gehalten. Ein romantischer Latino-Song ist „I found my love in Portofino“ aus dem Jahre 1958: „Ich fand Liebe in Portofino“, heisst es in dem Text, „denn ich glaube noch an Träume. Das seltsame Spiel des Schicksals hat mein Herz in Portofino an sich gerissen…“ Der Song „My baby just cares for me“ wurde vor allem durch Nina Simone bekannt. Die Komposition stammt von Walter Donaldson und gilt als Jazz-Standard. Als nächstes war „Papa loves Mambo“ angesagt, 1954 veröffentlicht. Die Bandleaderin Marion Weik bediente dabei ein Percussions-Instrument, um den Charakter des Mambo hervorzuheben. Ein geradezu klassischer Jazz-Standard ist der Song „How high the moon“, der vor allem durch Ella Fitzgerald bekannt wurde. Der Song stammt aus der Broadway-Revue „Two For The Show“ und hat 32 Takte. Die sequenzartige Melodiebildung wurde besonders durch die Schallplatten von Benny Goodman deutlich. Mit dem Song „Have you met Miss Jones“ sind u.a. Namen wie Frank Sinatra und Bing Crosby verbunden. „I Wanna Be Loved By You“ ist ein Lied aus dem Jahre 1928. Durch Marilyn Monroe wurde es 1954 zum Evergreen. Ein schnelles Stück ist „Nothing’s too good form y baby“, das gut interpretiert wurde. Bei der Eigenkomposition „Cucina Italiana“ klatschte des Publikum begeistert mit.

Auch im zweiten Set waren einige Rosinen dabei. „Java Jive“ zum Beispiel besingt die Liebe zum Kaffee. „A Fine Romance“ wurde Bing Crosby, Louis Armstrong, Ella Fitzgerald und Fred Astaire gesungen. „Oh Lonesome Me“ (1958) stammt von dem Country-Sänger Don Gibson. Es ist ein Beispiel für den Nashville-Sound. Bei „Mary Ann“ zeigte das Quintett, welch toller Groove in ihm steckt: Klasse!Es folgten weitere Songs, die hier gar nicht alle aufgezählt werden können. Zu guter Letzt erwähnte die Sängerin Marion Weik noch, dass das Ensemble Ende Mai eine neue (die dritte) CD aufnehmen will. Der riesige Applaus des Publikums erforderte zwei Zugaben.

Legende

„Sugar and the Josephines“ während des Konzerts in der „Linde“ Mühlethal. (K.P.)

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